Erinnerung an den 1. Weinberg - Ein Geschenk eines guten Freundes!

Im Jahr 1945, wenige Monate nachdem der zweite Weltkrieg zu Ende war, legten Peter und Susanna Marxen, die 1926 aus dem Saarland nach Dietersheim gekommen waren und in ihrer neuen Heimat eine umfangreiche Landwirtschaft betrieben, ihren ersten Weinberg an. Weitere Rebanlagen kamen in den 50er Jahren hinzu und ergänzten die landwirtschaftlichen Schwerpunkte im Getreideanbau, der Vieh- und Milchwirtschaft und in Sonderkulturen. Im Jahr 1960 gelang der Familie Marxen der entscheidende Durchbruch im Weinbau. Damals ging der Weinbergbesitz eines angesehenen Binger Weingutes rund um den Rochusberg in den Besitz von Peter und Susanne Marxen über.

Der Sohn Helmut Marxen, der 1960 den Betrieb übernahm, baute den Besitz zu dem bald angesehenen Weingut St. Markus aus. Mit der weiteren Ausdehnung der Rebflächen, dem Ausbau des Kellerbetriebes und der Einrichtung eines großzügig ausgestatteten Weinprobierkellers ging die zunächst schrittweise, dann vollständige Aufgabe der Landwirtschaft einher. Als Helmut Marxen im Jahre 1986, wenige Monate vor seinem 50. Geburtstag, starb, stand das Weingut St. Markus mit ca. 15 ha Rebflächen, dem leistungsfähigen Kellerbetrieb und den weitläufigen Baulichkeiten in der Saarlandstraße in Bingen-Dietersheim auf einem festen wirtschaftlichen Fundament.

Inge Marxen führte das Weingut in den folgenden Jahren erfolgreich weiter, so dass der 1986 erst 16-jährige Sohn Peter seine Ausbildung im Weinbau und in der Kellerwirtschaft erfolgreich abschließen und Erfahrungen in angesehenen Weingütern Rheinhessens sammeln konnte. Danach wurde der Betrieb anfänglich von Mutter und Sohn gemeinsam geführt.

Inzwischen hat Peter Marxen den gesamten Betrieb von seiner Mutter gepachtet.